Konzipierte Inprovisation auf dem ZfGM Festival des Zentrums für Gegenwartskunst

 

Es gibt wenige Ausnahmekonzerte aber dieses Konzert war für mich eine Ausnahme. Am 08. Juli war ich Teil der ZfGM Festivals für zeitgenössische Gegenwartsmusik. Dies war ein abschließendes semesterübergreifendes Projekt unter der Schirmherrschaft von Prof. Fabien Levy und Prof. Michael Wollny – ein quasi eine Koorperationsfeld der konzipierten Improvisation und zeitgenössischen Komposition innerhalb eines HMT Projektes. Ursprünglich mit von der Partie war noch mein alter Freund uns HfM Weimar Kollege Johannes van Ballestrem (piano) - der aber Kurzfristig absagen musste, so dass ich Henrik Baumgarten(sax) und Ich – mit präpariertem Schlagwerk-  eine elektroakustisch konzipierte Improvisation vortrugen. Ebenfalls Teil dieses Pojektes waren Jan Friedrich Ramb und Volker Heuken in einem Duo zwischen Piano und Vibraphon, deren beider Instrumentenklänge durch einen im  Computer generierten Algorithmus gejagt wurde, der in der Lage war Tonalitat und Tonzentren der physisch vorhandenen Instrumente komplett in Frage zu stellen. Abgerundet wurde die Performance durch eine Komplettabrissperformance von Lorenz Bergler(sax), Paul Brauner (bs) und Ben Meerwein (piano). Ihre Stamminstrumte hier aufzuzählen bringt eigentlich nichts, da nach kurzer Zeit niemand mehr du war, wo man ihn hätte vermuten können sondern sich dort im Raum bedient wurde wo es die Performance gerade hergab: Fenster werden vom beklebten Papier entrissen, wildes durch-den-Raum-Gelaufe, Dinge werde in Klavier geworfen, Klänge ertönen von außerhalb des Saales, ein blutender Pianist vom Seitengreifen im Klavier (die Blutspuren an meiner Harmonika sind noch zu sehen), gepaart mit Stellen sehr sehr feiner Interaktion - ein Ein großartiges Konzert.